Meine Politik

Plenarsaal des Europäischischen Parlaments in Brüssel | iStock/DorSteffen

Die Arbeit im Europäischen Parlament ist eine natürliche Fortsetzung meines Lebensweges. Ich habe im europäischen Ausland studiert und lange Jahre meines Berufslebens in Frankreich, Belgien, Schweiz, England und Österreich verbracht. Meine drei Kinder wurden in drei verschiedenen Ländern zur Welt gebracht. Die Begegnung mit unterschiedlichen Kulturen war für mich immer eine wertvolle Bereicherung, die ich nicht missen möchte. Es gibt aber noch einen Grund, warum mich die Arbeit im EU-Parlament reizt: Ich habe als Kind und Jugendlicher die Teilung Europas am eigenen Leib miterlebt. Mir ist deshalb von Herzen wichtig, dass die Friedensunion Europa konstruktiv weiter entwickelt wird.

Ich bin überzeugter Europäer, habe miterlebt, wie die Deutsch-Französische Freundschaft aus zwei „Erbfeinden“ die treibenden Kräfte hinter dem Europäischen Projekt werden ließ. Vieles, was unser Leben betrifft, wird in Brüssel entschieden. Lange ist die EU nicht mehr nur ein europäischer Wirtschaftsverband, wie sie es zu Zeiten der Montanunion war. Sie ist inzwischen sogar mehr als eine gegenseitige Absicherung zur Wahrung des Friedens. Die EU von heute steht für gemeinsame Werte, einen gemeinsamen Lebensstandard, eine gemeinsame Vision für die Zukunft unserer Gesellschaft, aber ebenso eine gemeinsame Verantwortung für den Frieden in der Welt. Den größten Mehrwert bringt die EU in den Bereichen, in denen Mitgliedsstaaten alleine nicht handlungsfähig sind, wie zum Beispiel Terrorismusbekämpfung, dem Schutz unserer Außengrenzen, Bildungs- und Forschungsförderung, Überwindung großer Wirtschafts- und Währungskrisen.

Aus meiner langjährigen Erfahrung im Privatsektor weiß ich, dass Handeln und Verantwortung Hand in Hand gehen. Das bedeutet auf die Politik angewandt, dass der Gesetzgebungsprozess in den Händen von Mandatsträgern liegen sollte, die praktische Auswirkungen ihrer politischen Entscheidungen auf Unternehmen, Mitarbeiter, Gesellschaft und die Umwelt nachvollziehen und antizipieren können. Politik darf nicht ideologiegetrieben sein, sondern praxisnah, und rational durchdacht werden. Um den Herausforderungen, denen sich unserer Staatengemeinschaft ausgesetzt sieht gerecht, zu werden, müssen wir folgende Prioritäten umsetzen:

Als Europaabgeordneter setze ich mich dafür ein, dass die richtigen Lehren aus der Euro-Krise gezogen werden. Die EZB konnte bisher jede noch so schwierige Lage mit immer neuen geldpolitischen Kunstgriffen ausbügeln. Doch mit all ihren Maßnahmen hat die EZB lediglich Zeit gekauft, und nicht die Zukunft. Die Politik muss die EZB entlasten und selbst alles Nötige tun, um den Euro zu retten. Dazu gehören Mechanismen einzusetzen, die die Haushaltsdefizite effektiv begrenzen und eine Transfer- und Schuldenunion verhindern. Eine erhöhte makroökonomische Stabilität wird nicht durch immer neue fiskalische Transfers zwischen den Mitgliedsstaaten erreicht, sondern durch nationale Strukturreformen. Das bedarf mutiger Reformen, Souveränitätsverzicht und einer Fülle an Maßnahmen, die Vertrauen der Mitgliedsstaaten ineinander und in die europäischen Institutionen voraussetzen.

Als Unternehmer habe ich gelernt, dass Chancen und Risiken zwei Seiten derselben Medaille sind. Beides zu erkennen ist damit Voraussetzung für mutige und erfolgreiche Veränderungen. Diesen Mut hatten die Menschen, die am 17. Juni 1953 auf die Straßen der damaligen DDR gezogen sind, um gegen die sowjetischen Besatzer zu protestieren. Diesen Mut hatten die Berliner, die am Abend des 9. November die Mauer erklommen. Dieser Mut hat mich bei meiner Arbeit in der Treuhandanstalt inspiriert zu der Überzeugung, meinen Beitrag zu leisten zu wollen um „zusammenzuführen, was zusammen gehört“. Mut zur Veränderung spiegelt sich in dem heutigen Berlin der Moderne, der Vielfalt und der Toleranz wieder. Diesen Mut haben die Freien Demokraten, denn wir fordern, die Flüchtlingsfrage europäisch zu lösen, den europäischen Binnenmarkt zu vollenden, die EU Kommission zu verkleinern und machen uns stark für den Freihandel zu fairen Bedingungen.

Ich möchte helfen, das gemeinsame Haus Europa so weiter zu entwickeln, dass es auf soliden Fundamenten steht. Als Mitglied im Wirtschafts- und Währungsausschuss ist es mir wichtig sicherzustellen, dass der Euro weiter auf Erfolgskurs bleibt. Darüber hinaus ist es mir wichtig, dass überall in Europa mutige Strukturreformen angepackt - und eben nicht weiter Schulden angehäuft werden. Notwendig ist auch, dass der Binnenmarkt, insbesondere im Bereich der Dienstleistungen, weiter vollendet wird.

Meine Schwerpunkte

Meine Schwerpunkte

In meinen Kernausschüssen Wirtschaft und Währung, Haushaltskontrolle, dem Sonderausschuss Finanzkriminalität, Steuerhinterziehung und Steuervermeidung sowie meinen Delegationen setze ich mich für ein Europa mit Mehrwert ein.

Im Europäischen Parlament gehöre ich der Fraktion der Liberalen und Demokraten Europas (ALDE) an. Als viertstärkste Kraft haben die Liberalen oft eine Schlüsselrolle bei wichtigen Entscheidungen.

Haben Sie noch Fragen zu meiner Arbeit? Nehmen Sie einfach Kontakt zu mir auf!